Internationale Erfahrung für die Sicherheit von Unternehmen
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien war nicht nur eines der weltweit größten Live-Events, sondern auch ein hochkomplexes, sicherheitskritisches Projekt von internationaler Bedeutung. Millionen Zuschauer, zahlreiche Partnerorganisationen und hunderte beteiligte Systeme sowie eine globale Medienpräsenz machten die Veranstaltung zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminalität, Desinformation und andere sicherheitsrelevante Aktivitäten.
Im Rahmen dieses internationalen Einsatzes war FININ Teil des Cyber-Security-Teams und verantwortete gemeinsam mit Daniel Rossgatterer die Bereiche Darknet-Monitoring und Open-Source-Intelligence (OSINT). Das Ziel bestand darin, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und den verantwortlichen Stellen als belastbare Entscheidungsgrundlage bereitzustellen.
Der Einsatz erfolgte innerhalb eines hervorragend eingespielten Cyber-Security-Teams unter der Gesamtleitung von Martin Pils. Die strategische Koordination auf Seiten des ORF wurde von ORF-CISO Jörg Scheiblhofer übernommen, dessen Vertrauen, Unterstützung und klare Organisation maßgeblich zum Erfolg des gesamten Einsatzes beigetragen haben.
Ebenso möchte ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die mit ihrem Fachwissen und ihrem persönlichen Einsatz zum Erfolg dieses außergewöhnlichen Projekts beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt Wolfgang Dornetshuber, Roland Eschner, Lukas Wagner, Wolfgang Menezes, Otmar Lendl, Martin Grasel, Michael Amann-Langeder, Felix Schnaubelt, Robert Thek, Roman Buranich, Erwin Friedl, Franz Roithner, Bernhard Reisenberger, Utz Nisslmueller und den vielen weiteren Spezialistinnen und Spezialisten, deren Arbeit im Hintergrund maßgeblich zum Gelingen dieser internationalen Veranstaltung beigetragen hat.
Diese Erfahrungen fließen heute unmittelbar in die Arbeit der FININ GmbH ein. Die Methoden und Arbeitsweisen, die sich unter den anspruchsvollen Bedingungen einer internationalen Großveranstaltung bewährt haben, wenden wir täglich an, um Unternehmen, Behörden und Rechtsanwälte dabei zu unterstützen, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, digitale Spuren zu analysieren und belastbare Cyber Intelligence zu gewinnen.
Cyber Intelligence bedeutet mehr als IT-Sicherheit
Viele Menschen verbinden Cybersicherheit mit Firewalls, Antivirensoftware oder Penetrationstests. Moderne Cyber-Intelligence beginnt jedoch deutlich früher.
Während klassische Sicherheitsmaßnahmen Angriffe erkennen oder verhindern sollen, beschäftigt sich Cyber Intelligence mit der kontinuierlichen Gewinnung, Korrelation und Bewertung von Informationen. So werden Risiken bereits vor einem möglichen Vorfall sichtbar.
Beim Eurovision Song Contest 2026 lag unser Schwerpunkt auf der Analyse folgender Bereiche:
- Open Source Intelligence (OSINT),
- Darknet Intelligence,
- Social Media Intelligence und
- Cyber Threat Intelligence.
Praxis statt Theorie: Die in diesem Beitrag beschriebenen Methoden wurden im Rahmen des Cyber Security Monitorings beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien unter realen Einsatzbedingungen angewendet.
Internationale Erfahrung – direkt für Unternehmen nutzbar
Die eingesetzten Methoden unterscheiden sich kaum von jenen, die FININ täglich für Unternehmen, Behörden und Rechtsanwälte einsetzt.
Ob internationales Großevent oder mittelständisches Unternehmen – Angreifer nutzen dieselben Informationsquellen.
Wir beobachten beispielsweise:
- Erwähnungen im Darknet
- geleakte Zugangsdaten
- Phishing-Kampagnen
- Markenmissbrauch
- Desinformation
- offene Angriffsflächen
- Hinweise auf bevorstehende Angriffe
Genau diese Informationen ermöglichen es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.
Cyber Intelligence folgt einem klar strukturierten Intelligence-Zyklus:
Informationsgewinnung → Korrelation → Bewertung → Weitergabe → Lagebild
Erst durch die Kombination unterschiedlichster Informationsquellen entstehen belastbare Erkenntnisse, die fundierte Entscheidungen ermöglichen.
Erkenntnisse aus dem Eurovision Song Contest
Der Einsatz hat erneut gezeigt:
- Cyber Intelligence beginnt lange vor einem Angriff.
- Offene Quellen liefern oft entscheidende Hinweise.
- Darknet Intelligence ergänzt klassische Sicherheitsmaßnahmen.
- Ein aktuelles Cyber-Lagebild verbessert die Entscheidungsfähigkeit erheblich.
- Prävention ist deutlich wirkungsvoller als reine Reaktion.
Warum FININ?
Internationale Großveranstaltungen stellen höchste Anforderungen an Analyse, Verlässlichkeit und Diskretion. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen unmittelbar in unsere tägliche Arbeit für Unternehmen, Behörden und Rechtsanwälte ein.
Unsere Kunden profitieren von Methoden und Arbeitsweisen, die sich unter realen Bedingungen bei einem der größten internationalen Live-Events bewährt haben.
Fazit
Cyber Intelligence ist heute viel mehr als nur ein technischer Begriff. Sie verbindet Informationsgewinnung, Analyse und Bewertung zu einem ganzheitlichen Lagebild und schafft so die Grundlage für fundierte Entscheidungen.
Die Erfahrungen aus dem Eurovision Song Contest 2026 bestätigen unseren Ansatz: Um Risiken frühzeitig zu erkennen, müssen Informationen dort gesammelt werden, wo sie entstehen – lange bevor ein Angriff sichtbar wird.











